Aktuelle Ausstellungen in Emdens Museen

Die Emder Mussen bieten über das Jahr verteilt neben ihren Dauerausstellungen auch immer zeitlich begrenzte Sonderausstellungen. Dabei sind die Themen vielfältig und abwechslungsreich. Hier informieren wir Sie immer über die gerade aktuellen Sonderausstellungen.


Sight Seeing - Die Welt als Attraktion

Kunsthalle Emden
08. Februar bis 14. Juni 2020


Wie wurden der Eiffelturm, der Grand Canyon, das Schloss Neuschwanstein oder die Stadt Venedig zu „Sehenswürdigkeiten“, also zu einem berühmten Reiseziel, das man einmal selbst erleben und betrachten möchte? Im Wesentlichen durch Bilder. Angefangen bei den frühen Darstellungen der antiken Weltwunder bis hin zu den Touristenfotos auf Instagram verbreiten sich inzwischen weltweit Bilder von visuell attraktiven „Sights“. Sie wecken den Wunsch, genau dort hinzureisen, diesen besonderen Ort selbst zu sehen – und heutzutage, dort möglichst ein Selfie zu machen. Gleichzeitig werden in der Auswahl der Motive und der Art der Darstellung auch künstlerische Haltungen sichtbar und ästhetische Prinzipien demonstriert.

Die Ausstellung betrachtet dieses Phänomen und widmet sich der zentralen Frage nach den Wechselwirkungen zwischen den Sehenswürdigkeiten und ihrer bildlichen Darstellung. Was erzeugt die Popularität, welche Bilder gehen in das kollektive Gedächtnis ein? Wie wichtig ist die politische oder symbolische Bedeutung eines Ortes? Welche Rolle spielten die historischen Entwicklungen des Reisens und der Techniken der Bildreproduktion? Die Ausstellung umfasst rund 150 Werken und lädt dazu ein, Sehenswürdigkeiten von der Akropolis bis zum Brandenburger Tor mit anderen Augen zu betrachten.

Parallel zur Ausstellung „SIGHT SEEING“ geht die diesjährige Sammlungs-Präsentation der Idee des „Fremden“ in der Kunst nach. Dabei setzt sie bei den Werken der Brücke-Künstler Kirchner, Pechstein und Mueller an. Die Brücke versammelte mit ihrer radikal neuen Form- und Farbsprache und ihrer Hinwendung zu sogenannten ‚primitiven‘ und ‚exotischen‘ Kulturen die Exzentriker*innen ihrer Zeit. Sie riefen den Bruch mit dem zentraleuropäischen akademischen Stil und den gesellschaftlichen Normen aus und
forderten die Erneuerung von Kunst und Gesellschaft. Diese Selbstinszenierung als Außenseiter*innen der Gesellschaft ging dabei oft mit der Inszenierung von ‚Exotik‘ in ihren Bildern einher. Dafür eigneten sie sich auch außereuropäische Künste, Kulturen und Menschen an. Die Ausstellung fragt daher nach dem (kolonial) rassistisch konstruierten ‚Exotischen‘ in Verbindung mit dem Exzentrischen in den Bildwelten der sogenannten Avantgarde. Die Auswahl aus der Sammlung der Kunsthalle wird ergänzt um Werke der zeitgenössischen Kunst.


Vorschau auf kommenden Ausstellungen


SALTO MORTALE Zirkuswelten in der Kunst des 20. Jahrhunderts

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Verlängert bis 23. Februar 2020

Die Zirkuswelt ist von einem Mythos umgeben und hat viele bildende Künstler inspiriert – mal widmeten sie sich einer schillernden Scheinwelt, mal dem sozialen Elend dahinter. Um die Fülle ihrer Eindrücke zu verarbeiten, schufen manche Künstler ganze Zirkus-Zyklen, die bis heute mit zu den bedeutendsten Werken des 20. Jahrhunderts zählen.

Die Ausstellung ‚Salto Mortale‘ zeigt etwa 140 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken, Radierungen sowie Holz-, Linol- und Scherenschnitte von über 80 Künstlern wie Max Beckmann, Marc Chagall, Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner, Henri Matisse, Paul Klee und Pablo Picasso sowie Arbeiten von Künstlern aus der ehemaligen DDR.
Mit dem Ausstellungsprojekt wird auch in Ostfriesland der Blick 30 Jahre nach dem Mauerfall auf die Kunst in Ostdeutschland geschärft. Insbesondere die Zusammensetzung der Ausstellung birgt so einen besonderen Aspekt im äußersten Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland.

Ob mit dicker Ölfarbe auf Leinwand gebracht, mit Kreide flüchtig skizziert, ob detailverliebt oder abstrakt inszeniert – zusammen spiegeln die Motive das facettenreiche Bild einer bis heute faszinierenden Zirkuswelt.

Zu verdanken ist diese Ausstellung in ihrer Fülle dem Kunstsammler Wolfgang Finkbein, Dresden.

Vorschau auf kommende Ausstellungen


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