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Kinder (Alter: z.B. 7, 5)

14. Mai - 05. Nov. 2017

Emden und die Glaubensflüchtlinge...

Informationen und Jahresprogramm

Reformationsjubiläum in Emden

13. Mai bis 05. Nov. 2017

Geschichten von Flucht und Migration...

04. - 06. August 2017

Der Emder Stadtgarten wird zum kulinarischen Mittelpunkt...

05. August 2017

Emden für Nachtschwärmer...

12.-13. Aug. 2017

Das Wassersport-Ereignis in Emden...

02. September 2017

Emder Kinderfest im Stadtgarten...

15. bis 19. Sept. 2017

Volksfest auf dem Schützenplatz...

23. September 2017

Ruder- und Drachenbootrennen

29. Oktober 2017

Museumstag mit verkaufsoffenem Sonntag...

03. November 2017

Echter Blues wird an diesem Abend das Nachtleben bereichern.

27. November bis 23. Dezember und 27. bis 31. Dezember 2017

Weihnachtliche Düfte und maritimes Flair ...

Jahresprogramm zum Reformationsjahr 2017

Die Stadt Emden wartet zum Reformationsjubiläum in 2017 mit einem umfangreichen Programm auf. Im Fokus: die Themen „Flucht und Migration“. Emden wurde als erste Stadt in Europa mit dem Titel „Reformationsstadt Europas“ von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) ausgezeichnet. Dieses Prädikat hat sich die Stadt sprichwörtlich auf die Fahnen geschrieben: Wer von auswärts in die Seehafenstadt hineinfährt, dem fallen die Stadteingangsschilder mit dem Aufdruck „Reformationsstadt Europas“ rasch ins Auge. Projektpartner im Rahmen des „Reformationsjubiläums 2017“ sind in der Seehafenstadt kirchliche und kulturelle Einrichtungen sowie die Stadt Emden.

Emdens Bedeutung im Kontext „Reformation“ beschreiben die Initiatoren wie folgt: „Emden – Mitte des 16. Jahrhunderts der größte Seehafen Europas und seinerzeit eine der größten Städte im Deutschen Reich – war ein wichtiger Ort der Reformation.
Die politische Situation und das internationale Gepräge bildeten den Hintergrund für eine große Pluralität reformatorischer Ansätze. Als im europäischen Umfeld die Verfolgung von Protestanten einsetzte, wurde die Hafenstadt zu einem Sammelbecken religiös Verfolgter und für Jahrzehnte zum Fluchtpunkt einer intellektuellen Elite, die von hier aus auch Einfluss auf die Entwicklung der Reformation anderer europäischer Länder nahm“.

Hier geht es zum Programm-Flyer

 

 

Zeitzeugen berichten auf dem Schepken Christi in Emden
vom 23. Juni bis 27. August 2017

Achtung am 12. und 13.08.2017 ist das Schepken Christi nicht an seinem Liegeplatz und die Austellung somit nicht zu besichtigen.

Wer an die Reformation erinnert, muss auch an die Migration erinnern, sagt Kirchenpräsident Martin Heimbucher. Auf dem "Schepken Christi" erzählen Zeitzeugen aus acht Jahrzehnten in Videos von ihrer Flucht. Sie stehen für weltweit 65 Millionen Flüchtlinge.

Mit der Videoausstellung an Bord des historischen Segelschiffes erinnert die Evangelisch-reformierte Kirche im Emder Hafen an Flüchtlinge weltweit. Die Schau mit Zeitzeugen-Interviews über Fluchtgeschichten aus den vergangenen acht Jahrzehnten mache deutlich, "dass Flüchtlinge schon immer unter uns gelebt haben und die Integration geflüchteter Menschen zu unserer Kultur gehört", sagte Kirchenpräsident Martin Heimbucher bei der Eröffnung auf der Seetjalk "Anne".

Das Schiff mit dem Projektnamen "Schepken Christi" liegt bis Ende August im Emder Ratsdelft. In achtminütigen Filmen berichten Menschen von ihrer persönlichen Fluchtgeschichte. Darunter sind Vertriebene aus Schlesien, Flüchtlinge, die 1956 nach dem Aufstand ihre Heimat Ungarn verlassen mussten, Boatpeople aus Vietnam, verfolgte Bosnier, Russlanddeutsche, eine Jesidin und ein Syrer, der über das Mittelmeer geflohen ist.

Unter den Monitoren sind in Glasvitrinen persönliche Erinnerungsstücke der Geflüchteten zu sehen. Etwa Musikkassetten und ein Poesiealbum, die eine jugendliche Bosnierin nicht zurücklassen wollte oder ein Krug aus Schlesien, in dem Flüchtlinge Schmalz transportierten. Die Gebetskette seiner Mutter ist das einzige Erinnerungsstück des Syrers Muaffak. Eine andere Frau schleppte als Spätaussiedlerin zwei schwere gusseiserne Waffel-Eisen aus Kasachstan nach Deutschland.

Heimbucher zeigte sich unter dem Eindruck der Berichte tief bewegt. Es sei wichtig, die Menschen ihre Geschichte erzählen zu lassen. "Viel zu lange wurde von Flüchtlingen verlangt, zu arbeiten, sich anzupassen und zu schweigen. Hier kommen sie endlich zu Wort." Die Berichte zeigten auch, "dass aus Fremden Nachbarn und Freunde werden können". Der Theologe dankte den Menschen für ihre Bereitschaft, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. "Sie stehen stellvertretend für die derzeit 65 Millionen Flüchtlinge weltweit."

Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann (SPD) erinnerte daran, dass die Stadt im 16. Jahrhundert Tausende Flüchtlinge aufgenommen habe und dabei ihre Blütezeit erlebte. Migranten seien bis heute "ein sichtbarer und unverzichtbarer Teil der Stadt". (epd)

Der Liegeplatz

Das "Schepken Christ" liegt in Emden im Ratsdelft direkt am Hafentor, nur wenige Schritte von der Johannes a Lasco Bibliothek und dem historischen Rathaus entfernt.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist täglich außer montags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei.

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